15 europäische Dokumentarfilme, die Sie nicht verpassen dürfen

Die Walk This Way Kollektion Dokumentarfilme aus aller Welt – Mama Africa von Mika Kaurismäki, The Domino Effect von Elwira Niewiera und Piotr Rosolowski, Niko von Glasgows Mein Weg nach Olympia, Ilian Metevs De ultieme Ziekenwagen, Magnus Gerttens Harbour of Hope und Mika Koskinens Red Forest Hotel – ist am 15. Mai als Video on Demand erschienen. Jetzt aber zurück zu den 15 besten europäischen Dokumentarfilmen, die Sie auf keinen Fall verpassen dürfen.  

Lumière ! Le cinématographe 1895-1905 des frères Lumières, herausgegeben vom Institut Lumière (2015) – Frankreich


Anlässlich des 120 Jahre-Jubiläums des Kinematographen hat das Institut Lumière in Lyon um die hundert der weltweit ersten Bewegtbilder gesammelt und restauriert. Der Film wurde 2015 bei den Filmfestspielen von Cannes gezeigt und wird von Thierry Frémaux (Leiter des Instituts und Direktor der Filmfestspiele von Cannes), der ihn auch (hauptsächlich) gedreht hat, kommentiert.  

Searching for Sugar Man von Malik Bendjelloul (2012) – Schweden, Großbritannien, Finnland


Der Film, der 2013 mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde, begibt sich auf die Suche nach Sixto Rodriguez (Sugar Man), ein amerikanischer Musiker, der Anfang der 1970er Jahre in seiner Heimat erfolglos war, aber am anderen Ende der Welt, in Südafrika, ohne es zu wissen zum Symbol für den Kampf gegen die Apartheid wurde.  

Nacht und Nebel von Alain Resnais (1955) – Frankreich


Auf Anfrage des Comité d’histoire de la Seconde Guerre Mondiale anlässlich des 10 Jahre-Jubiläums der Befreiung der Konzentrationslager, begibt sich der französische Regisseur in sieben Todeslager, darunter Auschwitz, um mithilfe von Archivdokumenten den langsamen und furchtbaren Leidensweg der Deportierten zu erzählen.

Das Salz der Erde von Wim Wenders und Juliano Ribeiro Salgado (2014) – Brasilien, Frankreich


Der berühmte deutsche Regisseur zeigt das Leben und die Arbeit des großen brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado, der die Welt jahrzehntelang bereist hat, um die Spuren unserer Menschheitsgeschichte zu dokumentieren. Der Dokumentarfilm wurde bei den Filmfestspielen von Cannes 2014 gezeigt und in der Sektion Un Certain Regard mit dem Spezialpreis ausgezeichnet.  

Der Mann mit der Kamera von Dziga Vertov (1929) – Sowjetunion


Der „Mann mit der Kamera“ streift mit seiner Kamera auf der Schulter durch die Stadt Odessa, um den Rhythmus der Stadt und der Menschen, denen er begegnet, einzufangen. Dieser Stummfilm ist berühmt geworden durch sein fragmentiertes Vorgehen, seine Mise en abyme, der kinematografischen Techniken und dem Schnitt.  

Lektionen in Finsternis von Werner Herzog (1992) – Großbritannien, Deutschland, Frankreich


Der deutsche Regisseur Werner Herzog zeigt mit surrealen Bildern die Katastrophe der brennenden Ölfelder nach Ende des ersten Golfkriegs. 

Auf dem Weg zur Schule von Pascal Plisson (2013) – Frankreich, China, Südafrika, Brasilien, Kolumbien


Auf dem Weg zur Schule begleitet vier Kinder aus entfernten Regionen, die eines verbindet: ihr brennender Wunsch zu lernen. Wunderschöne Aufnahmen, für die dieser Film den César für den besten Dokumentarfilm erhalten hat. 

Sans Soleil – Unsichtbare Sonne von Chris Marker (1982) – Frankreich


Chris Markers Film ist eine Meditation in Bildern über verschiedene Länder, insbesondere Guinea-Bissau und Japan, in einer lyrischen Collage in Form eines Essayfilms. Sans Soleil – Unsichtbare Sonne hat bei der Berlinale 1983 eine „Besondere Erwähnung“ erhalten. 

5 Broken Cameras von Emad Burnat und Guy Davidi (2011) - Israël, Palästina, Frankreich


Emad Burnat dokumentiert die Geschichte seines Dorfs im Westjordanland, als Israel einen Sicherheitszaun errichtet, um die jüdische Siedlung Modi’in Illit zu „schützen“, und so 1 700 der Dorfbewohner enteignet. 5 Broken Cameras wurde auf dem Sundance Film Festival ausgezeichnet.  

Darwins Albtraum von Hubert Sauper (2004) – Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland


Der Regisseur dokumentiert die Folgen am Victoriasee, die das Aussetzen des Nilbarsches in den 1960er Jahre hatte: Ausrottung zahlreicher Fischarten, Exporte, Industrialisierung, Verstädterung, Gewalt, Waffenhandel … Darwins Albtraum wurde als Bestes Erstlingswerk mit einem César prämiert. 

Shoah von Claude Lanzmann (1985) – Großbritannien, Frankreich


Dieser 566 Minuten lange Dokumentarfilm zeigt mithilfe von Interviews mit Zeitzeugen und Aufnahmen von Orten des Holocaust den Weg der europäischen Juden in den Tod während des zweiten Weltkriegs. Die Dreharbeiten haben 12 Jahre gedauert und in 14 Ländern stattgefunden. 

Citizenfour von Laura Poitras (2014) – Deutschland, Großbritannien, USA


Laura Poitras zeichnet das intime und historische Portrait des Whistleblowers Edward Snowden, der geheime Dokumente der NSA enthüllt hat. Citizienfour wurde bei den Oscars 2015 und bei den BAFTA Awards mit dem Preis für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.  

Man on Wire – Der Drahtseilakt von James Marsh (2008) – Großbritannien, USA


Der „Man on Wire“ ist Philippe Petit, der es 1974 gewagt hat, ein Seil zwischen den Zwillingstürmen des World Trade Centers aufzuspannen, für eine Darbietung, die als das „künstlerische Verbrechen des Jahrhunderts“ gilt. Der Dokumentarfilm gewann den Oscar 2009 als bester Dokumentarfilm.  

The Act of Killing von Joshua Oppenheimer (2012) – Dänemark, Norwegen, Großbritannien

Joshua Oppenheimer begibt sich 45 Jahre nach dem Massenmord an beinahe einer Millionen politischer Gegner nach Indonesien und entdeckt dort, dass die Überlebenden es nicht wagen, über das Erlebte zu sprechen, während die Mörder – geschützt von einer korrupten Macht – mit ihren Taten prahlen und sogar voller Stolz vorschlagen, diese nachzuspielen. The Act of Killing war bei den European Film Awards 2013 der beste Dokumentarfilm. 

Waltz with Bashir von Ari Folman (2008) – Deutschland, Israël, Frankreich


Dieser autobiografische Animationsfilm erzählt die vergessenen Erinnerungen seines Regisseurs und seiner Kampfgefährten, als sie während des Libanonkriegs Anfang der 1980er Jahre junge Soldaten waren. Waltz with Bashir konkurrierte bei den 61. Filmfestspielen von Cannes um die Goldene Palme und erhielt den César als bester ausländischer Film.  

Dienstag, 15. Dezember 2015, von Cineuropa

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