Fünf Brüderpaare, die die Filmgeschichte präg(t)en

Auguste und Louis Lumière – Frankreich

Die Brüder LumièreAuguste und Louis – haben eine Vorreiterrolle für Film und Fotografie gespielt. Ihre Kurzfilme waren weltweit unter den ersten animierten Bildern. Nun wurden vor kurzem etwa hundert dieser Werke restauriert und kommentiert, um sie in einer Dokumentation zu verwenden, die wir zu den 15 europäischen Dokumentarfilmen zählen, die du dir nicht entgehen lassen solltest.

Jean-Pierre und Luc Dardenne – Belgien

Die für ihre Gesellschaftsdramen bekannten belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne wurden zweimal bei den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme geehrt: ein erstes Mal 1999 für Rosetta und ein zweites Mal 2005 für Das Kind. Ihr zehnter Spielfilm La fille inconnuebefindet sich gerade in der Nachproduktion.

Arnaud und Jean-Marie Larrieu – Frankreich

In Liebe ist das perfekte Verbrechen– seit 4. April als Video On Demand in der Kollektion Männer mit Mumm zu genießen – folgen die Brüder Larrieu dem Literaturprofessor Marc (Mathieu Amalric), der für seine Liebesabenteuer mit jungen Studentinnen bekannt ist. Ein paar Tage nach dem Verschwinden seiner letzten Eroberung, lernt er Anna (Maïwenn) kennen, die wissen will, was mit ihrer Stieftochter geschehen ist. Andere Filme der beiden Regisseure sind zum Beispiel 21 nuits avec Pattie und Malen oder Lieben, 2005 in der Vorauswahl von Cannes.

Vittorio und Paolo Taviani – Italien

Die Brüder Vittorio und Paolo Taviani, 86 und 84 Jahre alt, sind italienische Regisseure und Drehbuchautoren von internationalem Ruf. Padre Patrone – Mein Vater, mein Herr erhielt 1977 in Cannes die Goldene Palme, La notte de San Lorenzo wurde 1982 mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Ihre fiktive Dokumentation Cäsar muss sterben wurde 2012 als bester Film mit dem Goldenen Bären der Berlinale geehrt. Ihr jüngster Spielfilm Maraviglioso Boccaccioist eine Neubearbeitung des Dekameron von Boccaccio.

Joel und Ethan Coen – USA

Die zwei weltweit gefeierten Filmemacher Joel und Ethan Coen haben viele Talente: Sie sind als Regisseure tätig, schreiben aber auch ihre eigenen Drehbücher, arbeiten als Produzenten und als Monteure; 2015 hatten sie den Jury-Vorsitz bei den Filmfestspielen von Cannes. Zu ihren bekanntesten Werken zählen Fargo(1996), The Big Lebowski (1998), O Brother, Where Art Thou? – Eine Mississippi Odyssee (2000), No Country for Old Men (2007), Burn After Reading – Wer verbrennt sich hier die Finger? (2008) und Inside Llewyn Davis (2013). Mit ihrem letzten Film Hail, Caesar! wurde 2016 die Berlinale eröffnet.

Lilly und Lana Wachowski – USA

Die amerikanischen Regisseurinnen Lilly und Lana Wachwoski sind die Genies hinter der Matrix-Trilogie und haben zuletzt bei Cloud Atlas und Jupiter Ascending Regie geführt. Die Wachowski-Brüder wurden zu den Wachowski-Schwestern, nachdem erst Lana und vor kurzem auch Lilly ihre sexuelle Identität änderten.

Freitag, 1. April 2016, von Cineuropa

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