Sechs europäische (Independent)-Superheldenfilme, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten

2015 war ein Erfolgsjahr für europäische (Independent)-Superheldenfilme, die – ihrem Genre treu bleibend – eine erfrischende Alternative zu den Blockbustern bieten, die wir gewohnt sind. Wir haben für Sie eine Liste einiger dieser Filme zusammengestellt, die Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten: 

Der unsichtbare Junge von Gabriele Salvatores (2014, Italien)

Der unsichtbare Junge des Oscar-prämierten Regisseurs Gabriele Salvatores (Mediterraneo) wurde 2015 beim Europäischen Filmpreis zum besten europäischen Kinderfilm gekürt und ist einer der besten europäischen Superheldenfilme des Vorjahres. Er erzählt die Geschichte von Michele, ein 13-jähriger, schüchterner und bei seinen Mitschülern unbeliebter Junge. Nachdem er aber eines Abends auf einer Halloweenparty ein Kostüm trägt, findet er heraus, dass er unsichtbar ist. Der unsichtbare Junge ist eine gelungene Komödie mit einer raffinierten Handlung, in deren Mittelpunkt ein Teenage-Superheld steht, die Themen wie Freundschaft und Empathie behandelt und sich von anderen Filmen mit gut gemachten Spezialeffekten und schönen Aufnahmen abhebt. Der Film ist ab dem 11. April als Video-on-Demand verfügbar. Mehr dazu hier.

The Portuguese Falcon von João Leitão (2015, Portugal)

In The Portuguese Falcon ist der Protagonist ein faschistischer Soldat, der zum Superhelden wird, um das diktatorische Regime vor Dissidenten zu beschützen. Der Film will die Geschichte ganz klar auf den Kopf stellen, indem er aus Bösewichten Helden macht und umgekehrt. Er regt die Kinobesucher dazu an, über die jüngere Geschichte Portugals nachzudenken und gleichzeitig über die lustige Handlung und die witzigen Dialoge des Films zu lachen. 

Vincent von Thomas Salvador (2014, Frankreich)

Vincent nennt sich selbst der “erste französische Superheldenfilm”, kennt seine Grenzen und versucht dem Independent-Superheldengenre so treu wie möglich zu bleiben. Der Film zeigt wunderschöne Aufnahmen des ländlichen Frankreichs und erzählt die Geschichte von Vincent, ein ruhiger, einsamer, vorhersehbarer und sogar langweiliger Mann. Mit Ausnahme einer Sache: Er hat übermenschliche Kräfte, wenn er mit Wasser in Berührung kommt, das ihn zehn Mal stärker und schneller macht. Dieser Film ist ein Muss für alle Fans des Superhelden-Genre, die ein innovatives Storytelling suchen.

They Call Me Jeeg von Gabriele Mainetti (2015, Italien)

They Call Me Jeeg ist ein weiterer Superheldenfilm aus Italien, der 2015 in die Kinos gekommen ist und beweist, dass das italienische Superheldenkino auf dem Vormarsch ist. Der Film handelt von einem Kleinkriminellen, der seine Superkräfte entdeckt und mit Hilfe von Alessia – die fest davon überzeugt ist, dass er der Held eines berühmten japanischen Mangas ist – lernt, seine Kräfte für das Gute einzusetzen. „Es gibt nicht einen Charakter in diesem Film, den das Publikum nicht lieben wird. Jeder einzelne ist gut geschrieben und herzlos und verletzlich zugleich“, sagt Vittoria Scarpa für Cineuropa.

SuperBob von Jon Drever (2015, Großbritannien)

Dieser Low-Budget-Superheldenfilm aus Großbritannien setzt mehr auf Humor als auf Action. Man könnte wohl sagen, dass genau dies ja auch vom ersten britischen Superhelden erwartet wird. Der Film folgt dem Superhelden Robert Kenners an seinem freien Tag, an dem sich keine Superschurken blicken lassen und gegen den sich nur die Umstände verschworen haben und ihn davon abhalten, diesen Tag zu genießen. SuperBob ist eine Superhelden-RomCom, die ganz klar für die frische Innovation im Superhelden-Genre steht.

Antboy 1, 2 & 3von Ask Hasselbalch (2013, 2015, 2016, Dänemark)

Antboy richtet sich an jüngeres Publikum und begeistert Kinder. Der Film handelt vom 12-jährigen Pelle, der von einer Ameise gebissen wird und plötzlich Superkräfte entwickelt. Der Comic-Buch-Nerd Wilhelm hilft Pelle dabei, sich eine geheime Identität als der Superheld Antboy zu schaffen. Als der Superschurke „Der Floh“ seine Wege kreuzt, muss Antboy sich der Herausforderung stellen. Dem Film fehlen vielleicht zwar ein gewisser Wow-Faktor, unerwartete Wendungen und eine komplexe Geschichte, aber angesichts des Zielpublikums erfüllt er seine Aufgabe ganz hervorragend.

Freitag, 8. April 2016, von Cineuropa

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