Mit Walk This Way die Welt verstehen

Die zweite Walk This Way Kollektion für 2016 ist startbereit. Die VOD-Distributionsplattform, die Filme auf Plattformen wie iTunes, Amazon, Google Play, Filmin, Flimmit, Universciné und anderen zur Verfügung stellt, hat eine Fortsetzung ihrer Dokumentarfilmselektion Dokumentarfilme aus aller Welt vorbereitet. Letztes Jahr enthielt diese nicht-fiktionale Werke von Mika Kausimäki (Mama Africa) und Ilian Metev (De Ultieme Ziekenwagen). Dieses Jahr bietet sie den Zuschauern die Möglichkeit, die Welt durch sieben fesselnde und vielbeachtete Dokumentarfilme etwas besser zu verstehen.

Der polnische Film Papusza – Die Poetin der Roma des Regisseur-Ehepaars Joanna Kos-Krauze und Krzysztof Krauze ist einer der außergewöhnlichsten Filme der Selektion. Eine Mischung aus Spielfilm und Dokumentarfilm, in dem das Leben der berühmten polnischen Roma-Dichterin und -Sängerin Bronislawa Wajs (aka Papusza) geschildert wird. Der Schwarz-Weiß-Film, der am Internationalen Filmfestival Karlovy Vary ausgezeichnet wurde, porträtiert eine begabte Frau, die ihre Kultur mit Worten bewahren wollte und einen schmerzhaften Preis für diese Entscheidung zahlen musste. Der Film wird in Belgien, Frankreich, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, Portugal, der Tschechischen Republik, der Slowakei und den Niederlanden verfügbar sein.

As Time Goes by in Shanghai von Uli Gaulke ist eine weitere Filmbiographie über Künstler mit einer bewegten Geschichte. Dieser deutsche Dokumentarfilm, der als in China angesiedelter Buena Vista Social Club beschrieben wird, schildert das Leben der Peace Old Jazz Band – eine Jazzband, deren Mitglieder zwischen 65 und 87 Jahre alt sind und die ihr ganzes Leben lang gegen die Unterdrückung durch das chinesische Regime angekämpft haben und dabei stets den internationalen, sich abzeichnenden Erfolg herbeisehnten. Der Film wird in Dänemark, Frankreich, Irland, Italien, Norwegen, Spanien, Schweden und Großbritannien verfügbar sein.

Auch Vergiss mein nicht des deutschen Regisseurs David Sieveking dreht sich um das Alter. In einem sehr intimen und persönlichen Film schildert der Regisseur die Geschichte seiner an Alzheimer erkrankten Mutter und zeigt, wie sich eine solche Krankheit auf eine Familie auswirkt – eine ganz besondere Familie, die aus einer offenen Beziehung entstand, die die Eltern während der Studentenbewegung Ende der 1960er Jahre führten. Der Film wurde mit dem Hauptpreis in der "Woche der Kritik" beim Internationalen Filmfestival in Locarno ausgezeichnet und wird in Irland, Italien, Norwegen, Spanien und Großbritannien verfügbar sein.

Die 60er und 70er Jahre stehen auch in Über Gewalt des schwedischen Regisseurs Göran Olsson im Mittelpunkt. Der Film, der auf Frantz Fanons umstrittenen Buch Die Verdammten dieser Erde basiert, bietet einen beispiellosen Einblick in die Aufstände, die zur Entkolonialisierung Afrikas führen sollten, und eine scharfsinnige Analyse der entmenschlichenden Folgen des Kolonialismus. Zu den Bildern des Films, den man gesehen haben muss, um des Erbe des westlichen Imperialismus zu verstehen, liest niemand anderer als die Sängerin Lauryn Hill die Texte von Fanon. Der bei der Berlinale ausgezeichnete Dokumentarfilm wird in Belgien, Deutschland, Luxemburg, Spanien und den Niederlanden zu sehen sein.

In Macht Energie behandelt der österreichische Regisseur Hubert Canaval ein weiteres globales Thema und wirft eine schwierige Frage auf: Wie können wir weiterhin fossile Energieträger wie Erdöl und Erdgas verwenden, ohne dabei unsere Welt und uns selbst zu ruinieren? Ein aufschlussreicher Dokumentarfilm über den Energiesektor und darüber, wie dieser mit dem Klimawandel und der Zukunft unseres Planeten zusammenhängt. Der Film wird in Belgien, Dänemark, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Spanien, Schweden, Großbritannien und den Niederlanden zu sehen sein. 

Die Zukunft der Erde wird auch in Population Boom des österreichischen Regisseurs Werner Boote unter die Lupe genommen. Ist die Welt überbevölkert? Sind Ressourcenknappheit, Berge an giftigen Abfällen, Hunger und der Klimawandel Folgen der Überbevölkerung? Dieser clevere und intelligente Dokumentarfilm, der sich mit den Folgen des Bevölkerungswachstums auseinandersetzt, wird in Belgien, Finnland, Irland, Italien, Norwegen, Spanien, Schweden, Großbritannien und den Niederlanden verfügbar sein.

Und zu guter Letzt CERN, ein Dokumentarfilm des österreichischen Regisseurs Nikolaus Geyrhaulter, der sich um die Wissenschaft dreht. Der Film vermittelt Einblicke in das Schweizer Forschungszentrum und stellt die Menschen in den Mittelpunkt, die dort arbeiten und den Teilchenbeschleuniger erdacht haben. Der Regisseur versucht dabei herauszufinden, was die Wissenschaftler antreibt, die nichts Geringeres versuchen, als den Urknall nachzustellen. Der Film wird in Dänemark, Finnland, Deutschland, Norwegen, Spanien, Schweden und Großbritannien verfügbar sein.

Schon bald stellen wir Ihnen die kommenden Kollektionen vor!

Samstag, 30. April 2016, von Cineuropa

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