5 unerwartete lesbische Liebesgeschichten

Wen wir lieben ist Teil dessen, wer wir sind. Hier ist eine Liste der fünf besten Filme über Begehren, Zuneigung und bedingungslose Liebe zwischen zwei Frauen. 

Küss mich – Kyss mig von Alexandra-Therese Keining (2011 – Schweden)

Ab dem 27. Juni als VOD als Teil der Kollektion Unerwartete Liebesgeschichten verfügbar.

Küss mich – Kyss migist ein schwedisches Drama, das die Geschichte von Mia und Frida erzählt. Die beiden sind in den Dreißigern und lernen sich auf der Verlobungsparty ihrer Eltern kennen. Mia ist eigentlich verlobt, doch als sie Frida besser kennenlernt, entwickeln die Frauen starke Gefühle füreinander. Eine wunderschöne und elegante Liebesgeschichte über Ehebruch und Homosexualität, erzählt auf eine ungewöhnliche und fesselnde Art. Abgerundet wird der Film von den starken schauspielerischen Leistungen von Ruth Vega Fernandez und Liv Mjönes.

Carol von Todd Haynes (2015 – USA, Großbritannien)

Mit dem oscarnominierten Liebesdrama Carol kam endlich ein Film in die internationalen Kinos, der den Durst der Kinobesucher nach Vielfalt stillte. Oscarpreisträgerin Cate Blanchett und Rooney Mara (bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 2015 als beste Darstellerin ausgezeichnet) glänzen mit hervorragenden Leistungen. Der Film spielt im New York der 1950er Jahre, wo ein Mädchen, das in einem Kaufhaus in Manhatten arbeitet und von einem besseren Leben träumt, die verführerische und unglücklich verheiratete Carol Aird kennenlernt und sich in sie verliebt.

Blau ist eine warme Farbe von Abdellatif Kechiche (2013 – Frankreich, Belgien, Spanien)

Blau ist eine warme Farbe gewann 2013 die Goldene Palme und ist eine zarte Liebesgeschichte über die Entdeckung der eigenen Sexualität im Jugendalter. Adeles Auffassungen von Liebe werden auf den Kopf gestellt, als sie Emma kennenlernt, eine junge Frau mit blauen Haaren, dank der sie das Begehren entdeckt und lernt, sich als Frau und Erwachsene zu behaupten. Der Film mit der international bekannten französischen Schauspielerin Léa Seydoux und der Newcomerin Adèle Exarchopoulos basiert auf einem Comicbuch.

How to Disappear Completely von Przemysław Wojcieszek (2014 – Polen)

Eine zufällige Begegnung in der Berliner U-Bahn führt zu einem One-Night-Stand. Dieser polnische Film wendet sich von der klassischen Erzählung ab und fesselt den Zuschauer mit einem düsteren, traumähnlichen sowie mystischen Storytelling und mit vielschichtigen Figuren. Die Musik spielt eine wichtige Rolle in diesem Film und sogar der Titel spielt auf ein Lied von Radiohead an.

Zwei Mütter von Anne Zohra Berrached (2014 – Deutschland)

Anne Zohra Berracheds erster Spielfilm, Zwei Mütter, handelt von der Liebe und der Schwangerschaft. Er erzählt das Leben zweier Frauen und die rechtlichen und gesellschaftlichen Hürden, auf die sie treffen, als sie als verheiratetes lesbisches Paar ein Kind haben wollen. Sie werden mit hohen Kosten und sozialer Stigmatisierung konfrontiert und müssen dabei den Mut aufbringen, trotz alledem weiter für ihren Wunsch zu kämpfen. Der Film wurde auf der Berlinale 2013 mit dem DFJW-Preis Dialogue en perspective ausgezeichnet.

Freitag, 24. Juni 2016, von Cineuropa

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