8 aufstrebende Regisseurinnen, die Ihre Aufmerksamkeit verdienen

Obwohl immer noch Regisseure die Filmindustrie dominieren, machten in den letzten Jahren auch viele Regisseurinnen unglaubliche und erfolgreiche Filme. Hier sind acht der besten Filme von Regisseurinnen:

Reem Kherici – Paris um jeden Preis (2013, Frankreich)

Ab dem 5. September als VOD als Teil der Kollektion Französische Komödien verfügbar.

Paris um jeden Preis erzählt die Geschichte von Maya, eine junge marokkanische Designerin, die kurz davor steht, ihren Traumjob in einem berühmten Pariser Modehaus zu bekommen. Als sie glaubt, endlich ihren sorgfältig verdrängten Migrationshintergrund hinter sich lassen zu können, stellt sich bei einer Polizeikontrolle heraus, dass ihr Visum abgelaufen ist. So muss sie zurück in das Leben, dem sie eigentlich entkommen wollte. Paris um jeden Preis ist eine berührende Dramedy über die Rückkehr zur Familie, Traditionen und Stereotype über Immigration.

Clio Barnard – The Selfish Giant (2013, Großbritannien)

The Selfish Giant ist ein moderner Coming-of-Age-Film über zwei 13-jährige Freunde aus Arbeiterfamilien, die, nachdem sie von der Schule geflogen sind, für einen örtlichen Schrotthändler Altmetall stehlen, was schließlich tragische Folgen hat. Clio Barnard, der 2013 vom Magazin Variety unter die “10 Directors to Wach“ gewählt wurde, zeichnet ein spektakuläres und lebensnahes Bild der Arbeiterklasse in den Vororten Großbritanniens und der Probleme, mit denen Jugendliche konfrontiert sind. Der Film zeichnet sich durch die hervorragenden schauspielerischen Leistungen von Connor Chapman und Shaun Thomas aus und wurde auf zahlreichen Festivals gezeigt, so etwa in der “Quinzaine des Réalisateurs“ bei den Filmfestspielen von Cannes.

Deniz Gamze Ergüven – Mustang (2015, Frankreich, Deutschland, Türkei)

Mustang feierte seine Premiere 2015 bei den Filmfestspielen von Cannes in der “Quinzaines des Réalisateurs“ und landete auch danach einen Riesenerfolg: Er gewann den LUX-Filmpreis und wurde für den Oscar 2016 als bester fremdsprachiger Film nominiert. Der erste Spielfilm der französisch-türkischen Regisseurin Deniz Gamze Ergüven folgt fünf verwaisten Schwestern. Nachdem ihre konservativen Erziehungsberechtigten die Mädchen beim harmlosen Spielen mit ein paar Jungs sehen, ändert sich ihr Leben vollständig. Eine fesselnde Geschichte, die die Stellung einiger Frauen in der Türkei anspricht.

Athina Rachel Tsangari – Chevalier (2015, Griechenland)

Der griechischen Filmemacherin und Projektionsdesignerin Rachel Tsangari wurde große Aufmerksamkeit zuteil, nachdem sie für ihren Spielfilm Chevalier beim London Film Festival 2015 mit dem Preis für den besten Film ausgezeichnet wurde. Ihr Film handelt von sechs Männern, die während eines Angelausflugs auf einer Luxusjacht ein Spiel spielen, das entscheiden soll, wer von ihnen der Stärkste ist. Ein unerbittliches, tragikomisches Portrait der Männer von heute.

Anca Damian – The Magic Mountain (2015, Rumänien, Frankreich, Polen)

The Magic Mountain ist ein animierter Dokumentarfilm der rumänischen Regisseurin Anca Damian. Er erzählt das Leben von Adam Jacek Winkler, ein polnischer Flüchtling, der in Paris lebt und nach Afghanistan geht, um dort gegen die Sowjets zu kämpfen. Der Film wurde mit einer lobenden Erwähnung beim Internationalen Filmfestival Karlovy Vary bedacht. Damian wurde außerdem beim International Istanbul Film Festival 2016 mit dem Filmpreis des Europarates (Council of Europe’s Eurimages Audentia Award) als beste Regisseurin ausgezeichnet.

Eliza Petkova – Zhaleika (2016, Deutschland, Bulgarien)

Eliza Petkovas Debütfilm Zhaleika wurde mit einer lobenden Erwähnung im Wettbewerb Generation 14plus bei der Berlinale 2016 bedacht. Der Film erzählt die Geschichte der Jugendlichen Lola, die in einem kleinen bulgarischen Dorf lebt, wo moderne und traditionelle Werte aufeinanderprallen. Ein emotionaler Coming-of-Age-Film, mit fesselnden, detaillierten und lebensnahen Bildern.

Sonja Prosenc – The Tree (2014, Slowenien, Italien)

Sonja Prosenc ist eine der bedeutendsten jungen Regisseurinnen in Slowenien und erhielt große internationale Anerkennung für ihren ersten Spielfilm The Tree, der von Slowenien für den Oscar 2016 ins Rennen geschickt wurde. The Tree ist ein packendes Drama über eine Mutter und ihre Söhne, die abgeschieden von der Außenwelt leben, die sie fürchten. Der Film feierte seine Weltpremiere beim Internationalen Filmfestival Karlovy Vary 2014 und war der große Gewinner beim Festival des Slowenischen Films (FSF – Festival of Slovenian Film).

Svetla Tsotsorkova – Thirst (2015, Bulgarien)

Thirst der bulgarischen Regisseurin Silvia Tsotsorkova war bis jetzt ein Riesenerfolg auf internationalen Filmfestivals. So wurde er beim Golden Rose Film Festival in Bulgarien mit dem Preis für die beste Kamera und den besten Debütfilm und beim Crossing Europe Filmfestival mit dem Crossing Europe Audience Award – Best Fiction Film ausgezeichnet. Im Mittelpunkt des Films steht ein Dorf mit unbeständiger Wasserversorgung, aber einem großen Durst nach Liebe. Ein überzeugendes und malerisches Spielfilmdebüt. 

Freitag, 2. September 2016, von Cineuropa

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