Walk This Way erklärt den Krieg

Nach Komödien à la Carte präsentiert Walk This Way nun die fünfte Kollektion dieses Jahres. Das VoD-Distributionsprogramm, das Filme auf Plattformen wie zum Beispiel iTunes, Amazon, Google Play, Filmin, Flimmit und Universciné zugänglich macht, veröffentlicht die Kollektion This is War – eine Auswahl von fantastischen und intensiven Kriegsfilmen aus Paris, Madrid oder auch Kambodscha.

Oscar-Preisträger Régis Wargnier führte bei Das Tor (The Gate) Regie, ein Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht, die sich während des Völkermords in Kambodscha durch die Roten Khmer zugetragen hat. Im Kambodscha unter Pol Pot verbündeten sich ein französischer Ethnologe und ein Anführer der Roten Khmer unter ungewöhnlichen Umständen. Nun – zwanzig Jahre später – treffen sie wieder aufeinander, als letzterer der Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt wird. Das französische Drama wurde vom kambodschanischenFilmemacher Rithy Panh koproduziert, in den Hauptrollen sind der französische Schauspieler Raphaël Personnaz und der vielfach ausgezeichnete belgische Schauspieler Olivier Gourmet zu sehen. Der Film wird in Dänemark, Deutschland, Finnland, Irland, Italien, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden und im Vereinigten Königreich verfügbar sein.

Aus Rumänien kommt Näher am Mond (Closer to the Moon), eine Actionkomödie, die von der Absurdität des rumänischen Regimes 1959 erzählt. Max Rosenthal (Mark Strong), ein ehemaliger Polizeibeamter, tut sich mit seinen Freunden aus dem jüdischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg für einen Raubüberfall zusammen und überzeugen ihre Opfer davon, dass sie bloß einen Film drehen. Regisseur Nae Caranfil liefert eine Komödie voll schwarzem Humor und mit der für einen Oscar nominierten Vera Farmiga in einer der Hauptrollen. Der Film, in dem auch Stars wie Harry Lloyd und Martin Hancock mitspielen, wird in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, in den Niederlanden, Österreich und Spanien zu sehen sein.

Bei Der deutsche Freund handelt es sich um eine deutsche Produktion, die in Argentinien spielt. Der Film erzählt die berührende Liebesgeschichte zwischen Sulamit (Celeste Cid), Tochter von geflüchteten deutschen Juden, und Friedrich (Max Riemelt), Sohn von Nazi-Flüchtlingen. Die zwei guten Freunde wachsen in der Zeit nach dem Militärputsch gegen Präsident Perón 1955 auf und erleben die Zeit der sozialen Spannungen und Gewalt zwischen 1976 und 1984 aus erster Hand mit. Die in Berlin, Cannes und San Sebastián mehrfach ausgezeichnete deutsche Filmemacherin Jeanine Meerapfel liefert mit dieser wunderbaren Liebesgeschichte zugleich eine Lektion Geschichtsunterricht. Der Film kann in Dänemark, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Norwegen, Österreich, Schweden und im Vereinigten Königreich gesehen werden.

Zu guter Letzt eine Erzählung aus dem Madrid nach dem spanischen Bürgerkrieg. In Die schlafende Stimme (The Sleeping Voice)sind die Schwestern Hortensia (Inma Cuesta) und Pepita (Maria León) Teil der Widerstandsbewegung. Hortensia wird festgenommen und muss ihr Kind im Gefängnis zur Welt bringen, während Pepita nach einem Weg sucht, wie sie ihr und dem Widerstand helfen kann. Der mit einem Goya ausgezeichnete Regisseur Benito Zambrano erzählt eine berührende Geschichte über Liebe, Trauer und Mut. León wurde 2012 in San Sebastián für ihre hervorragende Darbietung mit der Silbernen Muschel ausgezeichnet. Filmfans in Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Norwegen, Österreich, Schweden und im Vereinigten Königreich werden den Film ansehen können.

Freitag, 14. Oktober 2016, von Cineuropa

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