Vom Leben nicht unterkriegen lassen mit Walk this Way

Nach der fünften Kollektion This is War präsentiert Walk This Way nun die sechste und letzte Auswahl von Filmen für 2016. Die VoD-Distributionsplattform, die Filme zu Anbietern wie iTunes, Amazon, Google Play, Filmin, Flimmit, Universciné etc. bringt, veröffentlicht demnächst die Kollektion Award Winning Dramas, eine Auswahl bewegender Filme, die bei den bedeutendsten Filmfestivals ausgezeichnet wurden.

Der erste Film der Kollektion kommt aus Polen und wurde beim Polnischen Filmpreis viermal ausgezeichnet. Regisseurin Molgorzata Szumowska, die bei der Berlinale 2015 mit dem Silbernen Bären für die Beste Regie ausgezeichnet wurde, erzählt mit Body die Geschichte der jungen, nach dem Tod ihrer Mutter an Anorexie erkrankten Olga, deren Vater sie zur Psychiaterin Anna schickt, welche selbst gerade einen schweren Verlust durchlebt. Das Drama weist immer wieder Elemente schwarzen Humors auf, die die Zusehenden umso mehr mitfühlen und die Motive der drei Hauptcharaktere besser verstehen lassen. Laut Variety lassen der spezielle Humor und die unterschiedlichen Überzeugungen den Film fast schon zu einer verrückten kubistischen Komödie werden. Der Film mit Janusz Gajos, Maja Ostaszewska, und Justyna Suwala wird in Finnland, Irland, Norwegen, Schweden und im Vereinigten Königreich verfügbar sein.

Nachdem er für Festivals in Berlin, Hong Kong und Paris ausgewählt wurde, ist der georgische Film Die langen hellen Tage (In Bloom) auch Teil der letzten Kollektion von Walk This Way. Das Drama von Nana Ekvtimishvili und Simon Groß spielt im Tiflis von 1992 und erzählt die Geschichte von Eka (Lika Babluani) und Natia (Mariam Bokeria), zwei Mädchen, die sich beim Erwachsenwerden gegen die gesellschaftlichen Bräuche auflehnen und aus ihren turbulenten Familien fliehen wollen. Diese Darstellung der Freundschaft zwischen den beiden Teenagerinnen wurde oft mit dem türkischen Erfolgsfilm Mustang verglichen und von Kritikern weltweit gelobt. Der Film wird in Dänemark, Finnland, Polen, Schweden, in der Slowakei und in Tschechien zu sehen sein.

Der dritte Film unserer Auswahl kommt aus Österreich. In Macondo wird das Leben eines 11-jährigen tschetschenischen Flüchtlings in Wien durcheinandergebracht, als ein Freund seines verstorbenen Vaters plötzlich auftaucht. Der Film der deutschen Regisseurin Sudabeh Morteza wurde bei den Filmfestspielen in Berlin, London, Seattle und Hong Kong gezeigt, wo er unter anderem mit dem Firebird Award ausgezeichnet wurde. Indiewire beschrieb den Film als ein reichhaltiges und berührendes Drama mit einer herausragenden Darbietung des jungen Schauspielers. Der Film wird in Dänemark, Deutschland, Italien, Schweden und Spanien verfügbar sein.

Straße der Hoffnung folgt drei Charakteren, die jeweils zu ihrer Vergangenheit und ihren Entscheidungen stehen müssen, um sich selbst und ihren Nächsten zu helfen. In dieser Geschichte mit unterschiedlichen Erzählperspektiven behandelt der isländische Filmemacher Baldvin Zophoniasson Themen wie Mutterschaft, Betrug und Alkoholismus. Der Film fand bei Kritikern in der ganzen Welt großen Anklang und wurde mit 12 Eddas – der bedeutendste Filmpreis in Island – ausgezeichnet. Das Sozialdrama ist einer der größten Erfolge der isländischen Filmgeschichte und wurde mit Werken des mexikanischen Schriftstellers und Filmemachers Guillermo Arriaga (21 Gramm, Babel) verglichen. Filmfans in Belgien, Irland, Italien, Luxemburg, in den Niederlanden, Österreich, Polen, Spanien und im Vereinigten Königreich werden Straße der Hoffnung ansehen können. 

In Global Player – Wo wir sind isch vorne erzählt der deutsche Filmemacher Hannes Stöhr die Geschichte der Familie Bogenschütz, die in Zeiten der Globalisierung darum kämpft, ein erfolgreiches Familienunternehmen aufzubauen. Diese ironische Tragikomödie ist ein Publikumshit, der eine Portion Menschlichkeit und Mitgefühl in die internationale Geschäftswelt bringt. Stöhrs vierter Film bereichert seine überaus interessante Filmographie, die 2001 mit Berlin is in Germany angefangen hat, wofür er den Panorama Publikumspreis bei den Berliner Filmfestspielen gewonnen hat. Der Film kann in Belgien, Dänemark, Irland, Italien, in den Niederlanden, Norwegen, Polen, Schweden und Spanien gesehen werden. 

Lehrstunden der Harmonie ist ebenfalls Teil unserer Kollektion Award Winning Dramas. Dieser Thriller aus Kasachstan erzählt die Geschichte von Alan (Timur Aidarbekov), ein einsamer Teenager, der in seiner neuen Schule gemobbt wird. Er wurde bei zahlreichen Festivals ausgewählt und ausgezeichnet, zum Beispiel beim Chicago Film Festival, beim Hong Kong Film Festival, beim Seattle Film Festival, beim Tribeca Film Festival und bei den Berliner Filmfestspielen, wo Kameramann Aziz Zhambakiev den Silbernen Bären für eine herausragende künstlerische Leistung gewann. Regisseur Emir Baigazin wurde in Tribeca für seine Leistung geehrt. Lehrstunden der Harmonie ist Baigazins erster professioneller Spielfilm und der erfolgreichste kasachische Film der letzten Jahre. Er wird in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, in den Niederlanden, Norwegen, Spanien und im Vereinigten Königreich zu sehen sein.

Aus Lettland bieten wir Mutter, ich liebe dich, der siebente Film unserer Auswahl. Als er eine schlechte Note verbergen will, verstrickt sich der 12-jährige Raimonds in ein Netz aus Lügen, über das er jedoch recht schnell die Kontrolle verliert. Diese Geschichte übers Erwachsenwerden kann aufgrund seiner Ehrlichkeit und Natürlichkeit mit François Truffauts Sie küssten und sie schlugen ihn verglichen werden. Ausgewählt für Festivals in der ganzen Welt, wurde der Film zusätzlich siebenmal ausgezeichnet, unter anderem in der Kategorie Generation Kplus bei der Berlinale und beim Los Angeles Film Festival. Regisseur Janis Nords und Schauspielerin Vita Varpina wurden zudem beim Lettischen nationalen Filmfestival ausgezeichnet, wo Mutter, ich liebe dich als bester lettischer Film ausgezeichnet wurde. Der Film wird in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, in den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Spanien und im Vereinigten Königreich verfügbar sein.

Zum Abschluss dieser großartigen Kollektion haben wir Heute bin ich blond, eine Tragikomödie vom deutschen Filmemacher Marc Rothemund. Vor elf Jahren führte Rothemund bei Sophie Scholl – Die letzten Tage Regie, ein historisches Drama, das von Kritikern hochgelobt wird und mit zwei Silbernen Bären bei der Berlinale 2005 geehrt wurde. Sein neuerer Film handelt von Sophie (Lisa Tomaschewsky), einer jungen Frau, die nach der Krebsdiagnose beschließt, sich ihren Kopf zu rasieren und neun unterschiedliche Perücken zu tragen, um ihre Persönlichkeit auszudrücken – ein Mittel um die Krankheit daran zu hindern ihr Leben zu regieren. Die Adaptation des weltweiten Bestsellers von Sophie Van Der Tap ist ein wahrer Publikumsliebling. Der Film wird in Belgien, Dänemark, Irland, Italien, in den Niederlanden, Norwegen, Schweden, Spanien und im Vereinigten Königreich zu sehen sein.

Donnerstag, 24. November 2016, von Cineuropa

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