Sieben großartige Filme über den Kampf gegen Krankheiten

Wer lernen muss, mit einer Krankheit zu leben, oder noch im Kampf dagegen steckt, ist oft mit seinen größten Ängsten konfrontiert und lernt sich selbst neu kennen. Wir geben euch unsere Auswahl von sieben Filmen über Menschen, die sich der größten Herausforderung in ihrem Leben stellen müssen:

Heute bin ich blond von Marc Rothemund (2013, Deutschland, Belgien)

Ab 28. November Teil der Kollektion Award Winning Dramas

Sophie (gespielt vom deutschen Publikumsliebling Lisa Tomaschewsky) hat gerade ihr Studium begonnen, als sie die Krebsdiagnose erhält. Plötzlich steht ihre Welt Kopf, aber Sophie lässt sich nicht entmutigen und zeigt, dass sie sich von ihrer Krankheit nicht davon abhalten lässt, ihr Leben so erfüllt wie möglich zu gestalten. Der Film ist eine Adaption von Sophie Van Der Taps internationalem Bestseller, Regie führte Marc Rothemund, der dafür bei der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde.

Bitte anschnallen von Ferzan Ozpetek (2014, Italien)

Seit 27. Juni als VoD Teil der Kollektion Unerwartete Liebesgeschichten

Bitte anschnallen ist eine italienische Tragikomödie; eine komplexe Erzählung über menschliche Beziehungen; eine berührende Liebeskomödie über moderne Sexualität und Leidenschaft. Als Elena mit Brustkrebs diagnostiziert wird, werden die Leben und Überzeugungen ihrer Freunde auf die Probe gestellt. Mit fünf Auszeichnungen und zwanzig Nominierungen und mit Stars wie Kasia Smutniak (Perfect Strangers, From Paris with Love) und Francesco Arca handelt es sich um ein Must-see des italienischen Films.

Ziemlich beste Freunde von Olivier Nakache und Eric Toledano (2011, Frankreich)

Als einer der erfolgreichsten französischen Filme der letzten Zeit zählt Ziemlich beste Freunde zweifelsohne zu den besten modernen europäischen Tragikomödien. Der Film erzählt die Geschichte eines adeligen Tetraplegikers, der einen jungen Mann aus der Pariser Banlieue als Pflegehelfer anstellt. Die hervorragenden Darbietungen von François Cluzet und Omar Sy und ihre Chemie vor der Kamera halten die Zusehenden in ihrem Bann. In Ziemlich beste Freunde geht es nicht darum, eine Krankheitzu überwinden, sondern um eine Freundschaft, die die Freude wieder zurück ins Leben einer Person bringt, die schon lange nicht mehr glücklich war. Es geht um Selbstfindung und Lebensfreude.

Philadelphia von Jonathan Demme (1993, USA)

Philadelphia ist ein amerikanischer Film aus den 90ern, einer der ersten, der die Vorurteile zu HIV und Homophobie thematisiert. Er zeigt Andrew Beckett, ein Senior Partner in einer großen Wirtschaftskanzlei. Als bekannt wird, dass Andrew AIDS hat, wird er gefeuert, woraufhin er einen homophobischen und wenig erfolgreichen Anwalt engagiert, da dieser der einzige ist, der gewillt ist, seinen Fall anzunehmen. Mit Tom Hanks und Denzel Washington sowie mit zwei Oscars, einem Golden Globe und einem Silbernen Bären ist Philadelphia ein Klassiker und Must-see für alle Kinofans.

Blind von Tamar Van Den Dop (2007, Belgien, Niederlande)

Dieser Film bespricht ein etwas anderes Problem: Die Protagonisten leben schon seit langem mit ihrer Krankheit, haben aber nie gelernt, diese zu akzeptieren. Ruben (Joren Seldeslachts) ist ein einsamer junger Mann, der als Kind sein Augenlicht verlor, während die ängstliche und unsichere Marie (Halina Reijn) ein Albino ist. Beide haben eine Leidenschaft für Bücher und Rubens Mutter engagiert Marie, damit diese ihrem Sohn vorliest. Ein Film über die Kraft der Liebe mit einer Antwort auf die Frage, ob sie auch hält, wenn Ruben seine Sehkraft wieder zurückerhält. Drehbuch und Regie von der niederländischen Filmemacherin Tamar Van Den Dop, seine Premiere feierte der Film beim Toronto Film Festival.

Aaltra von Benoît Delépine und Gustave Kervern (2004, Belgien, Frankreich)

Aaltra ist ein unglaublich unkonventioneller Film, eine Komödie über zwei querschnittsgelähmte in Schwarz-Weiß mit wunderschönen und langen Aufnahmen. Der Film erzählt die Feindschaft zwischen zwei Nachbarn, die nach einer Reihe von tragikomischen Zufällen gemeinsam mit gelähmten Beinen im Spital landen. Die beiden französischen Komiker Benoît Delépine und Gustave de Kervern schrieben das Drehbuch, führten Regie und spielten die Hauptrollen. Ein Juwel für Fans des europäischen Films, das einen FIPRESCI-Preis in London sowie den Preis für den Besten Hauptdarsteller in Bucheon und den Publikumspreis beim Transylvania Film Festival erhielt.

Claire – Eine kurze Geschichte vom Vergessen von Zabou Breitman (2001, Frankreich)

Claire – Eine kurze Geschichte vom Vergessen ist ein Film über eine Frau in ihren Dreißigern, die die ersten Symptome von Alzheimer zeigt und deren Mutter erst vor Kurzem an derselben Krankheit gestorben ist. Sie zieht in eine Spezialklinik, wo sie einen Mann kennenlernt, der nach einem Autounfall, bei dem seine Frau und sein Kind gestorben sind, sein Gedächtnis verloren hat. Ein Film über persönliche Tragödien und über die Möglichkeit, wieder Liebe zu finden und ein neues Leben anzufangen. Claire – Eine kurze Geschichte vom Vergessen wurde mit Césars für das Beste Erstlingswerk, die Beste Hauptdarstellerin und den Besten Nebendarsteller ausgezeichnet.

Donnerstag, 24. November 2016, von Cineuropa

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